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Unterwegs mit der Angst in Paderborn

Kennt ihr das? Die Angst komplett zu versagen und euch gleichzeitig vollständig alleine damit zu fühlen? So ging es mir am 07. September vor dem Konzert in Paderborn, ich war so unglaublich nervös und konnte mich nicht beruhigen, habe es nicht geschafft mich auf den Boden herunter zu holen, sondern war gefangen in meinem Film, der mir immer und immer wieder abspielte, was alles schief gehen könnte. Mein eigenes Scheitern in den schillerndsten Farben vor Augen, bekam ich Panik vor allem Möglichen. Dass mir nichts einfällt, worüber ich mit den Menschen sprechen kann, dass ich überhauptnichts zu sagen habe, dass ich meine Liedtexte vergesse, dass die Menschen im Publikum über mich deswegen urteilen, dass ich nicht angenommen werde mit dem, was ich mache und wie ich bin. Ich habe mich selber bis zu Beginn der Show wieder und wieder fertig gemacht und bin stark verunsichert und mit rasendem Herzen auf die Bühne gegangen.
Und mein Puls hatte sich auch noch nach der Pause nicht beruhigt, erst als das Konzert schon fast zu Ende war und die Stimmung im großen Haus des Theater Paderborns richtig kochte, als die Menschen stehend uns beklatschten und ZUGABE riefen, habe ich durchatmen können und gefühlt "Wow, das habe ich richtig gut gemacht! Du hast es überstanden Anne und mehr als das. Du hast einen souveränen Eindruck gemacht, warst witzig und locker und hast ein paar Lieder so entspannt und zart gesungen wie nie."
Manchmal frage ich mich vor einem solchen Konzert, warum ich mir das immer und immer wieder antue und wenn ich heute diese Fotos von gestern sehe und an die Gespräche hinterher denke, weiß ich warum.

Danke Paderborn! Wir kommen wieder!

Foto von dem fantastischen (c) Bernd Radtke

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